Squalan aus Olive: Warum das Pflegeöl in der Kosmetik so gefragt ist
Leicht, seidig – und trotzdem intensiv pflegend: Squalan gehört zu den beliebtesten Pflegeölen der modernen Kosmetik. Ob in Seren, Gesichtscremes oder pur als Gesichtsöl, kaum ein Lipid wird derzeit so oft gelobt. Aber was steckt hinter dem Hype? Und warum ist Squalan aus Olive eine so gute Wahl für deine selbstgemachte Kosmetik?
Was ist Squalan?
Squalan ist ein farb- und geruchloses, sehr leichtes Öl. Es ist die stabile Form von Squalen – einem Lipid, das unsere Haut selbst bildet. Squalen ist ein natürlicher Bestandteil unseres Hautfetts (Sebum) und macht dort einen bedeutenden Anteil aus. Es hält die Haut geschmeidig und schützt sie vor dem Austrocknen.
Das Problem: Squalen ist chemisch sehr empfindlich und oxidiert schnell – als Kosmetikrohstoff wäre es kaum haltbar. Deshalb wird es durch Hydrierung in Squalan umgewandelt. Das Ergebnis ist ein gesättigtes, äußerst stabiles Öl, das der hauteigenen Substanz sehr ähnlich ist.
Squalen oder Squalan? Der kleine Buchstabenunterschied ist wichtig: Squalen ist die natürliche, oxidationsempfindliche Form in unserer Haut. Squalan ist die stabilisierte Form, die in der Kosmetik eingesetzt wird.
Von Haifischleber zu Olive: die Herkunft von Squalan
Der Name verrät die Geschichte: „Squalus“ ist lateinisch für Hai. Früher wurde Squalan tatsächlich aus Haifischleber gewonnen – mit gravierenden Folgen für die Haipopulationen. Heute gibt es zum Glück pflanzliche Alternativen.
Unser Squalan wird aus Olive gewonnen. Pflanzliches Squalan aus Olive stammt in der Regel aus Nebenprodukten der Olivenölherstellung – ein schöner Nebeneffekt, denn so wird ein wertvoller Rohstoff sinnvoll genutzt. Für dich bedeutet das: ein veganes, palmölfreies und ECOCERT-zertifiziertes Squalan, das für Naturkosmetik geeignet ist.
Darum ist Squalan so wertvoll für die Haut
1. Sehr hohe Hautverträglichkeit
Weil Squalan dem hauteigenen Squalen so ähnlich ist, wird es von der Haut hervorragend angenommen. Es wirkt neutral und eignet sich für alle Hauttypen – auch für sehr empfindliche Haut und sogar für die Babypflege.
2. Leicht und nicht fettend
Squalan ist ein Lipid mit mittlerer Spreitfähigkeit: Es verteilt sich gleichmäßig, zieht schnell ein und hinterlässt ein samtig-weiches Finish mit geringer Fettung. Squalan gilt außerdem als nicht komedogen – deshalb eigenet es sich auch für Menschen mit Mischhaut oder öliger Haut.
3. Schützt vor Feuchtigkeitsverlust
Squalan stärkt die Lipidbarriere der Haut, wirkt zart rückfettend und hält so die Feuchtigkeit in der Haut. Das Ergebnis: ein geschmeidiges, weiches Hautgefühl.
4. Außergewöhnlich stabil
Anders als viele Pflanzenöle wird Squalan nicht ranzig. Es ist ein gesättigter Kohlenwassertoff und somit sehr oxidationsstabil und sogar hoch erhitzbar. Das macht es zu einem zuverlässigen Basisöl mit langer Haltbarkeit in deinen Produkten und ermöglich eine einfache Verarbeitung.
5. Vielseitig einsetzbar – auch fürs Haar
Squalan passt in Gesichtspflege, Bodylotions, Körper- und Massageöle und sogar in die Haarpflege: Dort schenkt es trockenem Haar Geschmeidigkeit und Glanz und verbessert die Kämmbarkeit.
Warum Squalan so gehypt wird
Der Erfolg von Squalan ist kein Zufall. Gleich mehrere Trends der modernen Kosmetik treffen hier zusammen:
- Hautverwandte Inhaltsstoffe: Immer mehr Menschen suchen Pflege, die die Haut mit körpereigenen Stoffen unterstützt, statt sie zu überladen.
- Minimalistische Pflege: Squalan funktioniert sogar pur als Gesichtsöl – ideal für eine kurze, durchdachte Routine.
- Leichte Texturen: Es pflegt intensiv, ohne zu fetten – genau das, was sich viele für die Gesichtspflege wünschen.
- Nachhaltigkeit: Squalan kann aus Nebenprodukten der Olivenölherstellung gewonnen werden.
- Longevity-Pflege: Eine intakte Hautbarriere ist ein zentraler Baustein für langfristig gesunde Haut. Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag Longevity Kosmetik: Diese Wirkstoffe unterstützen langfristig gesunde Haut.
So verwendest du Squalan in deiner Kosmetik
Squalan wird als Teil der Ölphase eingesetzt. Diese Einsatzkonzentrationen haben sich bewährt:
- Emulsionen (Cremes, Lotionen): 1–30 %
- Haarconditioner: 0,5–3 %
- Ölprodukte (Gesichtsöle, Bodyöle, Seren): 1–100 %
Dank seiner langen „Playtime“ – also der Zeit, in der sich ein Produkt auf der Haut verteilen lässt – eignet sich Squalan auch besonders gut für Massageöle.
Tipp: Squalan selbst hat keine antioxidative Wirkung mehr. Kombiniere es in Ölprodukten mit Pflanzenölen deshalb mit einem Antioxidans wie Anti-Ox Lipid, um die anderen Öle vor dem Ranzigwerden zu schützen.
Rezeptideen mit Squalan
Du möchtest gleich loslegen? In diesen Rezepten aus unserem Blog spielt Squalan eine wichtige Rolle:
- Oil Serum „Moisturize“ – ein leichtes Gesichtsöl für intensive Feuchtigkeit
- Pflegelotion „Baby“ – cremig und mild, für Babyhaut und sensible Haut
- Basis Lotion „Hydrofeel“ – die feuchtigkeitsspendende Grundlotion
- Bodyoil „Sun Kiss“ – inklusive Rührvideo
- Schutzcreme „Family“ – für die ganze Familie
Wusstest du?
Squalen kommt auch in anderen Pflanzenölen vor. Besonders hoch ist sein Anteil in Amaranthöl (ca. 6–8 %). Da Olivenöl jedoch in großen Mengen produziert wird, eignet es sich besonders als kostengünstige Rohstoffquelle für die Squalanproduktion.
Unser Fazit
Squalan verdient seinen Ruf: Es ist hautverwandt, sehr gut verträglich, leicht, stabil und unglaublich vielseitig. Ob als Basisöl in Cremes, als Gesichtsöl pur oder in der Haarpflege – mit unserem Squalan aus Olive holst du dir einen echten Allrounder in deine Rührküche. Mehr über die verschiedenen Pflanzenöle und ihre Eigenschaften erfährst du in unserem Beitrag Fette und Fettsäuren in Kosmetik.
Du hast Fragen zu Squalan oder zu deiner Rezeptur? Schreib uns gerne an office@innometiko.shop – wir helfen dir gerne weiter!